Skarrer's Blog

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Ziegelsteine als Nadelstiche Februar 10, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 7:00 pm

Ein Ziegelstein hat mehr facebook-Fans als Strache. Alle reden und schreiben darüber. Ich auch. Warum? Weil das Hoffnung gibt. Kleine (anonyme) Menschen setzen kleine (punktgenaue) Maßnahmen und erreichen so via Medien die Massen. Selbst PR-Profis müssen den Erfolg der Aktion wohl neidlos anerkennen.

Ein Nadelstich in Straches Ego? Hoffentlich. Er hat Erfolg, weil er gegen Minderheiten hetzt. Nun hat eine Gruppe gegen ihn Erfolg, indem sie nicht hetzt, sondern Humor als Waffe einsetzt. Und das auch noch ohne Führer am Ruder. Ja, Heinz-Christian, so geht es auch. Bleibt zu hoffen, dass sich der oder die Initiatoren der Gruppe nie zu erkennen geben. Erstens hängt der überraschende Erfolg wohl auch ein Stück weit damit zusammen, dass hier niemand einer Person nach dem Mund redet, sondern die Sache per se unterstützt. Und zweitens kennen Strache und seine Schergen möglicherweise andere Wege, Kritiker mundtot zu machen. Zumindest ist zu vermuten, dass Strache, Kickl und Co die kleinen Nadelstiche schmerzen und sie vor Wut toben, bevor sie sich am Opernball wieder strahlend (mei, die schönen blauen Augen, Bledsinn!) ihrer Fangemeinde präsentieren.

Eine größere Diskussion gestern hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist gegen Menschen wie Strache und Kickl, gegen intolerante und rechte Politik Flagge zu zeigen. Die „anderen“ machen das ständig, erheben also auch wir unsere Stimme (natürlich auf unsere Art, nicht auf „Daham statt Islam“-Art)! Oder wollen wir in einer Welt leben, wo Einzelbeispiele zu Realitäten werden? Wo Ausländer Sozialschmarotzer sind, der fiese Autoverkäufer gleich mal als „Kameltreiber“ tituliert wird (eh kloa, die sind ja alle so), in der jemand gleich mal als intolerant hingestellt wird, weil er Meinungen rechts von der Mitte so nicht hinnehmen kann/will und in der „Gutmensch“ für die meisten ein Schimpfwort ist. Liebe Freunde, intolerant bin ich glaub ich nicht. Aber ich wünsche mir, dass einzelne negative Begegnungen nicht zu „eh scho wissn, so ist es ja wirklich immer“-Wahrheiten werden, dass wir Bezeichnungen wie „Kameltreiber“ prinzipiell aus unserem Wortschatz streichen, dass wir wohl die israelische Regierung kritisieren können, sicher aber nicht DIE Israelis, und dass auch dem letzten endlich klar wird, dass Moslems NICHT diejenigen sind, die Flugzeuge entführen und Gebäude in die Luft sprengen. Achten wir wieder ein bisschen auf unsere Sprache und beten wir wenn schon – bitte!!! – den Ziegelstein an, aber sicher nicht den Strache.

Link zur facebook-Gruppe „Kann dieser seelenlose Ziegelstein mehr Freunde haben als H.C. Strache?“

c: siehe facebook-Link
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Der Falke flog wieder… Februar 2, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 10:49 pm

… für eine Nacht in der Wiener Fledermaus. Und wir waren dabei – grandios! Rest in Peace, Falco, bis 2011! 😉

Wir erfinden immer neue spiele
Spiele gibt es zu spielen viele
Brot und spiele sind gefragt
„No future“ extrem angesagt
(…)
Ja new wave ist heute das wort
Für nichts besseres mehr zu tun
Als den dingen nachzurennen
Die schon gestern waren verloren
Oh, oh, oh ,oh
Wir haben das richtige weltbild
Oh, oh, oh ,oh
Wir s’nd ab heute voll dabei
Oh, oh, oh ,oh
Wir haben den blick in der zukunft
Oh, oh, oh ,oh
Wir sind die helden von heute
Alles wartet, alles wartet
Auf die helden von heute, von heute

 

Die letzte Pop-Messe

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 10:38 pm

Wenn ein König stirbt, wird in der Regel Staatstrauer ausgerufen. Im Fall von Michael Jackson, dem selbsternannten King of Pop, tat das niemand. Und doch schien es als würde die ganze Welt Trauer tragen, als er am 25. Juni starb.

So menschlich war die Kunstfigur Michael Jackson seit Jahrzehnten nicht aufgefallen. Es war sein letzter großer Auftritt im Rampenlicht: Am 7. Juli trauerten tausende Fans, Familie und Freunde im Los Angeles Staples Center um ihr Idol, ihren Vater, Bruder und Sohn. Millionen Menschen in aller Welt verfolgten das Ereignis via Fernsehen und Internet. „Seit ich auf der Welt bin war mein Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann… Ich liebe ihn so sehr.“ Mit diesen Worten rührte Jacksons elfjährige Tochter Paris die Welt zu Tränen. In einem goldenen Sarg, bedeckt mit roten Rosen, wurde der Leichnam des Popstars in die Halle gebracht. Ein inszenierter Tod, so bizarr wie sein Leben. Zwar wurde es keine Inszenierung á la Hollywood, wie zuvor medial gemutmaßt worden war. Auch der größte Massenauflauf der Musikstars blieb aus. Eine Live-DVD von der Trauerfeier ist bis heute nicht erschienen. Stattdessen fiel der letzte Vorhang in Form einer Pop-Messe vom Feinsten.

Zwischen Black and White

Michael Jackson hat die Pop-Musik geprägt wie kein anderer. Nicht nur optisch hat er die Grenzen zwischen Black and White aufgehoben. Manche Fans sind überzeugt: Er hat den Weg geebnet für den ersten schwarzen Präsidenten der USA. Dennoch galt „Jacko“ wohl für die meisten als Freak, als einer, für den es keine Grenzen gab. Wenngleich in einem Prozess freigesprochen, blieb doch der Geruch des Kinderschänders an ihm haften. Kaum jemand kannte den wahrscheinlich größten Pop-Star des vorigen Jahrhunderts wirklich, doch seine Musik hat die meisten von uns geprägt. Wenn wir zum Song „I Just Can’t Stop Loving You“ zum ersten Mal küssten oder uns beim Video zu „Thriller“ fürchteten, gab es diesen Freak nicht. Dann war Jackson ein Entertainer von Meisterklasse, einer der größten Musiker unserer Zeit. Eben der süße Zehnjährige von den „Jackson Five“.

Mit der Trauerfeier kam die Unschuld zurück. Es ging nicht mehr um Missbrauchsvorwürfe und um die oft seltsam anmutenden Auftritte des Stars. Im Mittelpunkt standen seine Musik und der Mensch Michael. „Du, wo sind denn all die bösen Menschen begraben, fragt der kleine Sohn seinen Vater beim Betrachten der Gräber“, heißt es in einem Witz. Die Wahrheit ist: es gibt keine. Mit dem Tod kommt das Menschliche zurück, Eigenheiten und schlechte Taten sind vergessen. Plötzlich hatten wir als Zuschauer das Gefühl, wir hätten dem King of Pop jahrelang Unrecht getan. Und vielleicht ein Stück weit seine Genialität vergessen.

“Gott braucht ihn mehr”

„Seit er ein Kind war, führte Michael Jackson für seine Familie und Fans brav seine Pflichten auf der Bühne aus. Gestern haben sie ihn einmal mehr zu einer Show gezwungen“, wird der britische „Guardian“ am nächsten Tag titeln. Die ungarische Zeitung „Magyar Nemzet“ macht aus Jackson gar eine Erfindung der Amerikaner: „Als Ersatz für den dekadenten Nikolaus haben sie in der Sowjetunion Väterchen Frost geschaffen, in den USA Michael Jackson. Weil die Menschen sich von Gott abgewandt haben, aber trotzdem immer noch jemandem ähneln wollen.“

Nach dem Auftritt eines Gospelchors zu Beginn bringen auch die prominenten Trauerredner immer wieder religiöse Aspekte mit ein. Etwa Sänger Stevie Wonder, als er sagt: „Wir brauchen Michael, aber Gott braucht ihn noch mehr.“ Jetzt und hier finden sie im Glauben Halt. Hinter Wonder, Kollegin Mariah Carey und diversen Predigern blitzen immer wieder sakrale Elemente hervor: bunte Kirchenfenster, die an die Videowall projiziert werden. Es ist ein Dankgottesdienst, eine letzte Messe für den Kurzzeit-Schwiegersohn des King of Rock’n’Roll. Auf aller Welt trauern die Fans auf ihre Weise, einige halten Trauerminuten ab, andere imitieren in den Straßen ihr Idol: zwischen leise und laut, trauernd und bunt. Etwas Besonderes ließ sich ein anonymer deutscher Fan einfallen: Er bat in der kleinen katholischen Pfarre Gündelwangen in Bonndorf um eine Messe in Gedenken an den Star. Da spielte es keine Rolle, dass der streng nach den Regeln der Zeugen Jehovas erzogene Jackson später zum Islam konvertiert war. Im Tod sind alle Menschen gleich – aber vor Gott scheinen sie für viele noch gleicher zu sein.

(Anm.: Den Artikel hatte ich eigentlich im Herbst für „Kirche In“ geschrieben, er wurde dann allerdings aus Platzmangel nie gedruckt. Und hey, bis zum 1. Todestag will ich mit der Veröffentlichung auch nicht warten! ;))

 

Die Liste

Filed under: Listige Listen — Sabine Karrer @ 12:20 am

Update 1, 28.2.2010

Lange hab ich mich dagegen gewehrt, aber man wird schließlich nur einmal 30. Knapp einen Monat hab ich nun noch Zeit – und überlege dann doch mal, was ich jemals vor dem „magischen Datum“ erreichen wollte… So berühmt wie Britney Spears werde ich vor dem 10.3. wohl nicht mehr werden. Und auch nicht so reich wie Roman Abramowitsch eben in meinem Alter (obwohl ich SICHER mit dem vielen Geld Besseres anfangen würde, das ist wohl klar!)… Vermutlich werde ich im letzten Monat meiner Twens auch nicht mehr den supertollen Job bei „Profil“ ergattern, den es wahrscheinlich nicht gibt. Aber bis zur nächsten LISTE habe ich ja dann noch einmal zehn Jahre Zeit. 😉

Also die Liste – was ich vor meinem 30er noch erleben möchte:

#1 Natürlich meinen Traumprinzen treffen – und von mir aus dann eben vorher noch ein paar Frösche küssen. Ist besser als nicht zu küssen. 😉 Ich warte noch… 😉 Hm man soll nichts erzwingen, mal schauen…

#2 Wissen, was ich mit den nächsten Jahren beruflich anfangen werde… (Weiterbilden? Neu orientieren? Millionär heiraten? – Letzteres wohl eher nicht ;-)) So ungefähr weiß ich es jetzt… Bin grad in der ungefähr 16. Runde meiner Überlegungen.

#3 Eine Wanderung machen – ist ewig her! Ein Spaziergang durchs frühlingshafte Schönbrunn würde auch schon reichen…

#4 Richtig fotografieren lernen – das Buch dazu steht zuhause, die Kamera liegt daneben. Es heißt „probieren statt studieren“

#5 Und dann „das Foto meines Lebens“ schießen – muss aber nicht bis zum 10.3. passieren, da geb‘ ich mir Zeit. 😉

#6 Wieder mal richtig fortgehen – inkl. Tanzen bis zum Morgengrauen und  Frühstück im Falk – darf aber gerne auch drei Tage nach dem Geburtstag sein… Ich glaube das könnte am 27.2. passieren... 😉 Zumindest durchgemacht hätte ich mal wieder.

#7 Endlich ALLES wegschmeißen und verschenken, was ich nicht mehr brauche – ich will „aufgeräumt“ ins neue Lebensjahrzehnt starten! Voll dabei! Noch immer dabei, unglaublich was sich in ein paar Jahren alles ansammelt!

#8 Karten für U2 ergattern – uups die hab ich ja schon! *g* Und die Freude ist noch immer riesengroß!

#9 Was totaaaal Verrücktes machen – hab nur keine Ahnung, was das sein soll. Vorschläge?? Was ist verrückt? Ich bin überfragt…

#10 Meine Fähigkeiten als gute Trauzeugin unter Beweis stellen und – endlich! – DAS Gästebuch fertigstellen, das ja so gut wie fertig samt allen Einträgen in meinem Bücherschrank steht. Auf dass ich dann als gute Patentante den kleinen Nachwuchs nicht auch noch vernachlässige… Der kleine Wurm soll immerhin in eine bessere Welt geboren werden. 😉 In Arbeit.

#11 Jemandem Fremden einen Brief schreiben bzw. eine Flaschenpost in der Alten Donau auf die Reise schicken – einfach so. Eigentlich hab ich das schon gemacht, war zwar ein E-Mail, aber wozu heute noch Briefe schreiben… Die Flaschenpost folgt vielleicht noch, wenn die letzte Eisscholle aus der Alten Donau verschwunden ist.

#12 Meine Wohnung vollkommen sinnlos umdekorieren… Ich überleg noch, ob ich das Wohnzimmer rosarot streichen soll. LOL Klo grün streichen genügt auch, die Farbe wartet nur noch auf Verwendung.

# 13 Meine eigene Kreditkarte beantragen, damit ich endlich eigenständig bei Amazon, Ebay, Etix,… shoppen kann! Um sie zu verwenden? Naja, das wäre riskant… *g*

#14 Spontan eine verrückte (Wochenend-)Reise unternehmen – Ziel unbekannt. Irgendwann 2010 noch…

#15 Keine Überstunden mehr – für einen Monat! Bis jetzt bin ich im Plan. 😉 Ja noch bin ich nicht drüber…

# 16 Ein mind. 600 Seiten dickes Buch an einem Wochenende lesen. Maybe next Weekend…

#17 Auf einem Motorrad mitfahren – das wäre dann wohl echt das erste Mal und ich weiß nicht ob ich mich trauen würd‘ *zitter*. Okay, im Sommer dann. Und ich freu mich schon.

#18 Ersatzweise mal wieder selbst am Steuer eines Autos sitzen. Die Frage ist, wer mir seines zu diesem Zweck borgen würde… Leider hat sich noch kein Auto gefunden…

#19Die New York-Reise wird sich wohl nicht ausgehen, aber planen könnte man sie doch mal… Wer kommt mit?? Berlin ist im Gespräch, ist sicher auch super! Barcelona steht übrigens auch noch aus…

#20 Wenigstens bevor ich 30 werd‘, will ich endlich mal auf ein Iceberg gehen… Also nicht vergessen: Fr 26.2. – diesmal kommt nichts mehr dazwischen!! Tja schade…

#21 Irgendein cooles Konzert muss auch noch sein – U2 dauert vielleicht doch noch zu lange… 

#22 Meine Familie zum Essen einladen. Bekochen wollte ich sie schon lange, ist irgendwie halt immer was dazwischen gekommen… Maybe next… ? 😉

#23 ENDLICH einen Rhetorik-Kurs absolvieren (oder mich wenigstens dafür anmelden). Gut, dass mir das wieder in Erinnerung gerufen wird…

# 24 Mich von alten Erinnerungen befreien. Rückgängig machen kann und will man das meiste ja eh nicht, aber über diverse Fotos etc. muss ich künftig nicht mehr unbedingt stolpern… Dabei.

(dazwischen folgt wohl noch so Einiges ;))

… es bleibt spannend …

#50 Eine RAUSCHENDE Party feiern – die findet dann am 13.3. im Napoleon statt. Wird wohl nach Wunsch verlaufen, wenn ich mich jetzt reinhänge und alle Freunde mitfeiern. 🙂 Status Quo: Einige Mitfeiernde, einige Unentschlossene, würd mich freuen, wenn’s bei allen klappt!

 

Ma(e)nner… Februar 1, 2010

Filed under: Prinzen (oder so) — Sabine Karrer @ 11:28 pm

Männer verwirren mich eben. So ist es, dem ist demnach nichts hinzuzufügen. Aber es musste mal gesagt werden. 😉