Skarrer's Blog

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PLÄDOYER FÜRS MENSCHSEIN Juni 29, 2010

Filed under: Alltagswahnsinn,Uncategorized — Sabine Karrer @ 11:48 pm

Eigentlich wollte ich bei der Stadtprinzessin meinen ersten Kommentar loswerden. Thema: Warum es gut ist, ein Stammlokal ums Eck zu haben. Hätte ich auch, wenn ich die letzte halbe Stunde nicht erlebt hätte. Dazu wäre zu sagen: 1. Ja, jeder soll seine eigene Meinung haben. 2. Aber bitte auch andere ausreden lassen, wenn sie ihre Meinung darlegen wollen. 3. Alkohol ist bei Themen wie „Arigona Zogaj“ nicht unbedingt der beste Ratgeber. 4. Aber ich fürchte, dass es auch ohne Onkel Alkohol nicht anders geendet hätte.

Fakt ist für mich auch, dass die Familie Zogaj stellvertretend für so viele andere Familien steht, denen das Gleiche oder Ähnliches passiert, die zum Beispiel klammheimlich im Morgengrauen abgeschoben werden, nachdem ihre Situation vielleicht sogar jahrelang nicht geregelt wurde. Fakt ist auch, dass sicher Missbrauch betrieben wird, wie wir das so schön nennen. Andererseits würde ich selbst wahrscheinlich auch jeden Strohhalm ergreifen, wenn ich in einer solchen Situation wäre. Ich glaube fast, dass jeder von uns schon einmal oder mehrmals gegen irgendein bestehendes Gesetz verstoßen hat, weil es ihm zu Gute kam. Ja, man muss mit den Konsequenzen leben, aber da ging es dann doch eher nur um Geldstrafen etc. und nicht unbedingt um die Ausweisung aus einem Land, das inzwischen wohl zur Heimat geworden ist. Warum auch immer, wenn ich wo so behandelt werde, gehe ich wahrscheinlich tatsächlich freiwillig. Fehler hat die Politik gemacht, nicht die Familie. Die hat m.M.n. versucht, was möglich wahr. Und hatte entsprechende Berater, das muss man auch mal sagen. Und natürlich die Medien! Die haben das Ganze doch erst so richtig aufgebauscht, die Familie zum Spielball gemacht. Sage ich als Medienfrau, also glaubt man mir das hoffentlich.

Und bei allen Mutmaßungen: Ich getraue mir nicht zu beurteilen, wie ernst gemeint die Selbstmorddrohung war, wie ernst die psychischen Probleme der Mutter sind, wie es der Familie JETZT geht, wo sie zum Spielball der Medien geworden sind. Ich getraue mich zu wetten, dass sie es nicht noch einmal genauso machen würden, hätte ihnen wahrscheinlich bessere Chancen eingebracht. Aber nachher ist man immer schlauer. Ich traue mich nicht über Menschen zu urteilen, die sich genauso wenig wie ich ausgesucht haben, wo sie zur Welt kommen. Ich wette nämlich, dass ich in der umgekehrten Situation genau in die selbe Lage hätte kommen können wir Arigona Zogaj. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein, sage ich absolut nicht kirchen-affine Person da sogar!

Ich versuche ja, es realistisch zu sehen. Aber selbst wenn das Einzige, wo ihr mir zustimmt, ein einziger Punkt ist, bin ich schon halbwegs zufrieden. Nämlich, dass sich keiner von uns seinen Geburtsort ausgesucht hat. Nicht jeder von uns hat von Geburt an die gleichen Chancen! Und genau da sollten wir endlich einmal ansetzen – hoffentlich werden sich die Staaten dessen einmal bewusst!

Deswegen:

>> 1. Juli, 18.30 Uhr Heldenplatz: GENUG IST GENUG! Für eine menschenwürdige Asylpolitik!

 

BELOVED, BEWITCHED: BERLIN Juni 24, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 7:44 pm

Die Vorfreude war groß, die Flugangst umso größer, als der Kapitän unseres Fluges darum bittet, seine Verspätung zu entschuldigen, er sei eben erst aus Belgrad gelandet. Hilfe, der Mann braucht doch eine Pause, bevor er uns Richtung Berlin-Tegel steuert!!? Na gut, endlich geht’s los. Äh nein, doch nicht. „Wir müssen uns leider noch gedulden, der Flughafen Wien wurde gerade wegen schwerer Gewitter gesperrt.“ Na danke, wie lange weiß natürlich niemand. Ob es wohl auffällt, wenn ich mich kurz aus dem Flugzeug schleiche, um eine zu rauchen? Ich entscheide mich dann doch dagegen, bekämpfe die anschließenden Turbulenzen in der Luft (klar, schwere Gewitter) mit Weißwein. „Möchten Sie ein Glas Wasser dazu haben“, fragt die freundliche AUA-Stewardess. „Ja, ähm, okay gerne.“ Man möchte ja nicht als Alki dastehen.

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ROCK THE ISLAND – DONAUINSELFEST 2010 Juni 23, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 6:18 pm

Freitag, 25. Juni

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AUS DEM EI GEPELLT Juni 18, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 12:23 am

Die kleinen Federbälle sind zwar noch nicht flügge geworden, aber sie können immerhin schwimmen. So gut, dass ich sie gefahrenlos an der Alten Donau aussetzen konnte. Aber zuvor habe ich noch einen Abend und einen ganzen Tag mit den kleinen Küken und ihrer Mama verbringen dürfen.

Von vorne: Gerade noch war die Ente, die meinen Balkon zu ihrer Brutstätte auserkoren hatte, beim Brüten. Sieben bis acht Eier hatte ich zuletzt gezählt und mir nicht weiter große Gedanken gemacht, denn bis zum Schlüpfen würde es ja noch dauern. Da hat sich die „Neo-Entenmama“ ganz schön vertan. Sitzt fröhlich beim Sushi-Essen mit einer lieben Freundin, natürlich am anderen Ende der Stadt, als das Handy klingelt. Meine Mama ist dran. „Kind, morgen frühstückt ihr zu zehnt“, der lapidare Kommentar am anderen Ende der Leitung. Ich gebe zu, dass ich eine Weile gebraucht habe, um zu kapieren, was sie meint. Kurze Schreckenssekunde, nachdem der Satz „Auf deinem Balkon laufen eine Ente und acht Küken herum“ nachgeworfen wurde. Hm… Lange Pause, ein etwas verzweifelter Blick rüber zu meiner Freundin, dann ein breiter Grinser, gefolgt von einem Dauerlacher. Meine Ente hat fertig gebrütet!! Und Menschenmama hat sie vorerst mit Semmelbrösel und Wasser notversorgt.

Kükensuppe

Als ich ein paar Stunden später nachhause gekommen bin, ist Mama Ente brav auf meinem bis vor kurzem noch schönen und sauberen Sitzpolster gehockt, unter ihr der achtköpfige Nachwuchs eng zusammengekuschelt. Naja, Sitzpolster hin oder her, was soll’s, Opfer muss man bringen. Die darauffolgende Nacht habe ich nicht sehr viel geschlafen. Ein bisschen beschäftigt einen die Sorge um die kleine Familie auf seinem Balkon ja doch. Umso größer war das „Hallo“ aber in den Früh. Da sind gleich mal die Hobby-Fotografen vorbei gekommen, dass wir ständig gesagt haben, wie süß die Kleinen sind, hat dem Ego sicherlich nicht geschadet – und alle halben Stunden hieß es eben füttern, Wasser nachfüllen und putzen. Ja, es stimmt wirklich: Enten haben einen gesunden Stuhlgang. Najaaaa. Aber der Anblick der putzigen Kerlchen, wenn sie der großen Ente noch leicht unbeholfen nachliefen oder den Suppenteller mit (Trink-)Wasser zum Planschen benutzen, hat mich für alles entschädigt. Süüüüüüß!

Wassertreten

Trotzdem war klar, dass ich einen Plan brauche. Nach wenigen Stunden Mutter- bzw. Entenschaft war Frau Ente bereits so nervös, dass sie ihre Küken wahrscheinlich vom Balkon fallen hätte lassen, wäre nicht (logo) alles verstellt gewesen. Klar, wer will schon eingesperrt sein? Wobei man schon sagen muss, dass ihr ja hoffentlich klar war, dass das Fortkommen aus dem 7. Stock etwas schwierig werden könnte. Also rasch ein paar Telefonate. Antwort 1 (von wem, sage ich nicht, aber man würde es nicht vermuten): „Die lassen sich dann eh vom Balkon fallen. Wenn sie es überleben, gut, wenn nicht, das ist eben die Natur.“ Na danke, Trottel. „Sorry, aber das ist schon ein bisserl hart, wir reden immerhin vom 7.(!!) Stock, guter Mann!“ Antwort 2 kam von Birdlife Austria: „Wenn Sie es schaffen, einfach Mutter und Küken in eine Schachtel setzen und am besten in Wassernähe aussetzen.“ „Und das geht wirklich? Finden die wieder zueinander?“ „Ja, in der Regel ist das so. Kein Problem, das klappt bestimmt!“ Danke, das hat nach einem guten Tipp geklungen – und so haben wir es auch gemacht. Danke an dieser Stelle auch an meine Helferinnen, die bis zu diesem Moment zwar noch nicht erprobte, aber perfekt aufgestellte „Entenrettungs-Truppe“ namens Vera und Gerlinde!

Also ab in eine Schachtel mit „Gräfin Quakula“ und in eine andere mit der Kükenschar. Sie haben sich erstaunlich wenig gewehrt, aber sich umso herzlicher begrüßt, als sie am Wasser wieder vereint waren. Da ist dann übrigens auch der Vater aufgetaucht (immerhin: treu sind die Viecher ja). Bin gespannt, ob sie nächstes Jahr wieder kommen. 😉

Ein paar Impressionen aus Entenhausen (danke an mein Bruderherz für die tollen Fotos!!):

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DIE SCHÖNSTE ELF Juni 14, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 7:59 pm

Der vierte WM-Tag. Zeit, das schönste Team zu küren. Hier meine Favoriten, selbstverständlich inkl. Trainerteam, hehe. Die Suche nach dem feschesten Goalie war übrigens am schwierigsten, es gibt nämlich bei dieser WM nicht nur wenige wirklich gute, wie England und Paraguay gerade bewiesen haben, sondern auch kaum welche, die besonders nett anzusehen sind. 😉

Tor:

Stephen Ahorlu (Ghana)

Abwehr:

Fabio Cannavaro (Italien)

Gianluca Zambrotta (Italien)

Ashley Cole (England)

Mittelfeld:

Rafael van der Vaart (Niederlande)

Benny Feilhaber (USA)

Gökhan Inler (Schweiz)

Sturm:

Christiano Ronaldo (Portugal)

Robinho (Brasilien)

Thierry Henry (Frankreich)

Didier Drogba (Elfenbeinküste)

Trainer:

Slaven Bilic (Kroatien)

Co-Trainer:

David Beckham (England)

* * *

Oje, hab einen vergessen: Roque Santa Cruz (Paraguay). Wohin tu ich den jetzt…? Die Ersatzbank wird hiermit eröffnet. 😉 😉

 

AFFENHITZE Juni 13, 2010

Filed under: Uncategorized — Sabine Karrer @ 8:51 pm

Hitze ist wie Fieber. Nur dass es dagegen keine Medizin gibt. Die Symptome sind sehr ähnlich: Die Körpertemperatur steigt unaufhörlich, du leidest unter chronischer Appetitlosigkeit, willst dir am liebsten alle Kleider vom Leib reißen, was zuhause ja möglich ist, aber nicht wirklich draußen. 😉 Du suchst verzweifelt nach Abkühlung. Stellst aber rasch fest, dass alle noch so gut gemeinten Tipps nicht helfen. Die Bewegungen werden langsamer, die Gedanken kreisen um – nett gesagt – „seltsame“ Themen, generell ist die Stimmung wenig optimistisch. Gleichzeitig das schlechte Gewissen, weil du dich in den letzten Wochen über die Jahreszeit-untypische Kälte beschwert hast … Da hilft nur eines: Gedanken abschalten und – Platsch! – ab ins kühle Nass!

Und um zu klären, woher der Begriff „Affenhitze“ kommt (ich sag ja, die Gedanken sind seltsam), habe ich www.wetter.net befragt:

„Unter dem Begriff Affenhitze versteht man sehr hohe Temperaturen. Der Begriff kam sehr wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin auf. Damals herrschte im Affenhaus im Berliner Zoologischen Garten eine extreme Hitze. Man sprach deshalb von einer ‚Hitze wie im Affenstall‘. Daraus wurde verkürzt der Begriff Affenhitze, der sich landesweit durchgesetzt hat.“

Danke! Und bitte: weniger Hitze! 😉

 

GUTE-KERLE-GEN Juni 9, 2010

Filed under: Prinzen (oder so) — Sabine Karrer @ 10:06 pm

Stell dir vor, man könnte dir den A… einfach aus den Rippen schneiden. Und an seiner Stelle ein Gute-Kerle-Gen einpflanzen. Eines, das dich dazu bringt, endlich die netten Männer genauso spannend zu finden wie die Aufschneider und Supermachos. Die du eigentlich nach kurzer Zeit ohnehin wieder uninteressant findest, weil du mit einem von ihnen sowieso keine Beziehung führend kannst. Never ever!

Warum nicht einfach der „normale“, nette Typ von nebenan? Die eine aus „The Girl next Door“ (sorry Leute, aber nachts spielen sie nicht so viele gute Filme im TV ;)) konnte das auch. Wahrscheinlich aber, weil sie davor schon genug furchtbare Kerle hatte… Vielleicht muss man seine Erfahrungen einfach machen. Andererseits war das zugegebenermaßen mit Anfang 20 lustiger als mit knapp unter, genau oder knapp über 30. Wer will schon immer wieder beim Falschen landen, um nach kürzester Zeit doch wieder alleine aufzuwachen? Dann schon lieber immer alleine aufwachen…

Ja, das ist ein guter Plan. Irgendwann wird die Sorte „nett, aber langweilig“ auch interessant werden. Und wenn vorher noch jemand ein „Gute-Kerle-Gen“ erfinden muss… Schlechte Erfahrungen sind da aber wohl die beste Medizin.

(Gewidmet all jenen da draußen, die in aufrichtig glücklichen Beziehungen mit ihren Prinzen und Prinzessinnen leben. Das soll es ja geben, sagt man. ;))