Skarrer's Blog

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AUS DEM EI GEPELLT Juni 18, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 12:23 am

Die kleinen Federbälle sind zwar noch nicht flügge geworden, aber sie können immerhin schwimmen. So gut, dass ich sie gefahrenlos an der Alten Donau aussetzen konnte. Aber zuvor habe ich noch einen Abend und einen ganzen Tag mit den kleinen Küken und ihrer Mama verbringen dürfen.

Von vorne: Gerade noch war die Ente, die meinen Balkon zu ihrer Brutstätte auserkoren hatte, beim Brüten. Sieben bis acht Eier hatte ich zuletzt gezählt und mir nicht weiter große Gedanken gemacht, denn bis zum Schlüpfen würde es ja noch dauern. Da hat sich die „Neo-Entenmama“ ganz schön vertan. Sitzt fröhlich beim Sushi-Essen mit einer lieben Freundin, natürlich am anderen Ende der Stadt, als das Handy klingelt. Meine Mama ist dran. „Kind, morgen frühstückt ihr zu zehnt“, der lapidare Kommentar am anderen Ende der Leitung. Ich gebe zu, dass ich eine Weile gebraucht habe, um zu kapieren, was sie meint. Kurze Schreckenssekunde, nachdem der Satz „Auf deinem Balkon laufen eine Ente und acht Küken herum“ nachgeworfen wurde. Hm… Lange Pause, ein etwas verzweifelter Blick rüber zu meiner Freundin, dann ein breiter Grinser, gefolgt von einem Dauerlacher. Meine Ente hat fertig gebrütet!! Und Menschenmama hat sie vorerst mit Semmelbrösel und Wasser notversorgt.

Kükensuppe

Als ich ein paar Stunden später nachhause gekommen bin, ist Mama Ente brav auf meinem bis vor kurzem noch schönen und sauberen Sitzpolster gehockt, unter ihr der achtköpfige Nachwuchs eng zusammengekuschelt. Naja, Sitzpolster hin oder her, was soll’s, Opfer muss man bringen. Die darauffolgende Nacht habe ich nicht sehr viel geschlafen. Ein bisschen beschäftigt einen die Sorge um die kleine Familie auf seinem Balkon ja doch. Umso größer war das „Hallo“ aber in den Früh. Da sind gleich mal die Hobby-Fotografen vorbei gekommen, dass wir ständig gesagt haben, wie süß die Kleinen sind, hat dem Ego sicherlich nicht geschadet – und alle halben Stunden hieß es eben füttern, Wasser nachfüllen und putzen. Ja, es stimmt wirklich: Enten haben einen gesunden Stuhlgang. Najaaaa. Aber der Anblick der putzigen Kerlchen, wenn sie der großen Ente noch leicht unbeholfen nachliefen oder den Suppenteller mit (Trink-)Wasser zum Planschen benutzen, hat mich für alles entschädigt. Süüüüüüß!

Wassertreten

Trotzdem war klar, dass ich einen Plan brauche. Nach wenigen Stunden Mutter- bzw. Entenschaft war Frau Ente bereits so nervös, dass sie ihre Küken wahrscheinlich vom Balkon fallen hätte lassen, wäre nicht (logo) alles verstellt gewesen. Klar, wer will schon eingesperrt sein? Wobei man schon sagen muss, dass ihr ja hoffentlich klar war, dass das Fortkommen aus dem 7. Stock etwas schwierig werden könnte. Also rasch ein paar Telefonate. Antwort 1 (von wem, sage ich nicht, aber man würde es nicht vermuten): „Die lassen sich dann eh vom Balkon fallen. Wenn sie es überleben, gut, wenn nicht, das ist eben die Natur.“ Na danke, Trottel. „Sorry, aber das ist schon ein bisserl hart, wir reden immerhin vom 7.(!!) Stock, guter Mann!“ Antwort 2 kam von Birdlife Austria: „Wenn Sie es schaffen, einfach Mutter und Küken in eine Schachtel setzen und am besten in Wassernähe aussetzen.“ „Und das geht wirklich? Finden die wieder zueinander?“ „Ja, in der Regel ist das so. Kein Problem, das klappt bestimmt!“ Danke, das hat nach einem guten Tipp geklungen – und so haben wir es auch gemacht. Danke an dieser Stelle auch an meine Helferinnen, die bis zu diesem Moment zwar noch nicht erprobte, aber perfekt aufgestellte „Entenrettungs-Truppe“ namens Vera und Gerlinde!

Also ab in eine Schachtel mit „Gräfin Quakula“ und in eine andere mit der Kükenschar. Sie haben sich erstaunlich wenig gewehrt, aber sich umso herzlicher begrüßt, als sie am Wasser wieder vereint waren. Da ist dann übrigens auch der Vater aufgetaucht (immerhin: treu sind die Viecher ja). Bin gespannt, ob sie nächstes Jahr wieder kommen. 😉

Ein paar Impressionen aus Entenhausen (danke an mein Bruderherz für die tollen Fotos!!):

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ENTENWAHNSINN Juni 4, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 11:40 pm

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Und für alle, denen dieser Wahnsinn noch immer nicht reicht: Hier Klein-Ralph mit Ente. Viel Spaß! 😉

 

ENT(!)LICH ENTENEIER

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 11:00 pm

Wow, Ente hat endlich ein paar Eier gelegt. Scheinbar stimmt es wirklich: Je mehr sie mich anpfaucht, wenn ich in ihre Nähe kommt, umso mehr hat sie etwas unter sich, das sie beschützen will. Also abwarten, bist Entchen des Nächtens wieder aufliegt, wahrscheinlich um Schnecken und Co zu sammeln (bäh) – und rasch ein paar Fotos gemacht. Mein Grinser ist seit dieser Entdeckung noch breiter geworden. Rund drei Wochen soll es dauern, dann steht Nachwuchs ins Haus! 😉

 

URLAUB IN BALKONIEN Mai 30, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 10:10 pm

Eine Woche ist es nun her, seit mir Entchen aka Vampente aka Gräfin Quakula zugeflogen ist. Eier scheint sie noch keine gelegt zu haben, aber inzwischen haben wir uns anderweitig angenähert. Ich weiß nun, dass Entchen doch pfauchen kann, wenn man ihr zu nahe kommt. Aber das Toastbrot war später trotzdem ratzeputz weg. Jaja, so dankbar sind sie, die Kleinen. 😉 Und sie ist wohl passionierte Langschläferin, insofern passen wir wohl gut zusammen. Entchen hat mich nämlich nach gewissen Kriterien als Vermieterin ausgewählt. Frau Gräfin hat nämlich wohl wenige Tage auf einem Nachbarbalkon verweilt, die Mieterin dort ist allerdings Frühaufsteherin. Dürfte Durchlaucht nicht ganz so gepasst haben. Also kam sie zu mir. Und genießt ihren „Urlaub in Balkonien“.

Das beste Abwehrmittel gegen Enten kommt übrigens von meinem Brüderchen: Stell einfach nichts, aber auch gar nichts auf den Balkon, dann kann sich da auch keine Ente wohlfühlen. ;-))

Hier noch ein neues Beweisfoto, dass es meine zugegebenermaßen etwas seltsame Mitbewohnerin wirklich immer noch gibt:

 

WIE EINE ENTE ZUR VAMPENTE WIRD – TAG 3 Mai 24, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 7:46 pm

Hab schon viele Namensvorschläge für meinen Familienzuwachs bekommen: Daisy Duck, Süß-saure (Ente), Bali-Mango (Ente) – wenigstens Gebratene (Ente) war bisher nicht dabei -, Tang(ente), Parla(mente), Ingrid, usw. Danke für die Ideen! Aber meine Ente ist tatsächlich eine Vampente (oder Gräfin Quakula, wie G. so schön meinte). Sonntag Abend,irgendwann nach 23 Uhr. Hatte ein paar Freunde eingeladen und irgendwann sind wir auf die blöde Idee gekommen, uns „Final Destination 3“ anzuschauen. Ja, schlechter Film, eh klar. Jedenfalls wird trotzdem irgendeine Art Spannung aufgebaut. Eine Gruppe Teenies steht des Nächtens im Baumarkt (wem auch immer das eingefallen ist), gleich wird irgendwer von Nägel durchbohrt werden (ja, ein bissi grauslich). Plötzlich gibt es draußen am Balkon einen Riesenkrach, die Gräfin hat beschlossen, auszufliegen. Alle: „Waaahhh!“ S.: „Das war die Ente! – (leise) Oder?“ Irgendwer: „Mach die Tür zu, nicht dass sie rein kommt.“ So viel zu meiner kleinen Vampente, die am Balkon lebt und des Nächtens ihre Flügel ausspannt, um Angst und Schrecken zu verbreiten. 😉

Und für alle, die es immer schon wissen wollten: Entenbabies werden häufig durch die Feuerwehr von Balkonen gerettet, weil sie wie Schwäne Anlauf nehmen müssten, um zu starten. Bin mir jetzt schon sicher, dass sie es trotzdem schaffen, wenn sie nach Mama Vampente geraten. Ich hoffe nur, dass sie dazu kein Menschenblut brauchen. *gg*


via nichtlustig-shop.de

 

TAG 2 – ALLE MEINE ENTCHEN Mai 23, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 1:12 pm

(via YouTube)

Mal eine etwas andere Version. Who the fuck ist Entchen. 😉

 

PLÖTZLICH ENTENMAMA (TAG 1) Mai 22, 2010

Filed under: Entenmama — Sabine Karrer @ 11:44 am

Das stelle man sich vor: Ich stehe in der Früh auf, will meine Balkonpflanzen gießen und was schaut mich da mit großen Augen an? Eine Stockente! Mich hat fast der Schlag getroffen. Wäre ich beschwipst gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich wieder ins Bett gelegt und mir die Decke über den Kopf gezogen. 😉 Natürlich hab ich das nicht gemacht.

Die Stockente sitzt also noch immer zwischen meinen Balkonpflanzen. An der Stelle möchte ich nur erwähnen, dass ich im 7.(!) Stock wohne. 😉 Und bewegt sich keinen Zentimeter. Ist wohl beim Nestbauen oder gar schon beim Brüten, die Süße. Ich hab sie Holgersson getauft. Weiß auch nicht warum. Weder ist Nils eine Ente noch hat er eine Stockente. Aber mir gefällt der Name. 😉

Gestern noch Single, der nicht mal ein Haustier hat. Heute plötzlich Entenmama. Wenn jemand Tipps für mich hat, bin ich dankbar! Bis jetzt weiß ich nur so viel: Nicht angreifen (logisch), Schälchen Wasser steht dort und sonst in Ruhe lassen. Wie ich aber den gefiederten Nachwuchs dann irgendwann von meinem Balkon bekomme, ist mir grad völlig unklar. Aber bei einer Brutzeit von ca. einem Monat hab ich ja noch Zeit, mir Unterstützung vom Entenjugendamt aka Tierschutzverein oder Ähnlichem zu holen…

Hier ein paar Fotos meines neuen Haustieres: